Kanton Zug - Samstag, 31.07.2010


Mi, 17.03.2010

WWZ und Energie Thun beteiligen sich an Windpark

Sustrum/Renkenberge in Deutschland.

WWZ
(Foto: zvg)

Die Wasserwerke Zug AG (WWZ) und die Energie Thun AG beteiligen sich mit je rund 15% am Windpark Sustrum/Renkenberge bei Lathen in Norddeutschland.

Mit diesem gemeinsamen, auf Langfristigkeit ausgelegten Investment tätigen die beiden Unternehmen erstmals den Schritt ins Ausland mit dem Ziel, fundierte Praxiserfahrungen im Bereich Windenergie zu sammeln.

Der norddeutsche Windpark Sustrum/Renkenberge liegt rund 100 km hinter der Küste an der niederländischen Grenze und umfasst 32 Windenergieanlagen. Die 80 Meter hohen Turbinen mit einem Rotordurchmesser von 64 Metern und einer Nennleistung von je 1,5 MW wurden 1998 in Betrieb genommen. Der Windpark zeichnet sich durch eine solide Bauweise, geringe Störanfälligkeit und hohe Verfügbarkeit aus. Der Standort ist dank Pachtverträgen langfristig gesichert.

Die Prüfung aller juristischen, technischen, ökologischen und kaufmännischen Aspekte bekräftigte die Attraktivität der Beteiligung. Die erworbenen Kraftwerksanteile waren bis anhin im Besitz von Privatinvestoren. Mit insgesamt 31% sichern sich die beiden Schweizer Swisspower-Partner ein strategisches Mitspracherecht. Eine Einfuhr des Windstroms in die Schweiz ist vorerst nicht vorgesehen, da die Produktion bis auf weiteres nach dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) in Deutschland verkauft  wird. Nach Auslaufen dieser Einspeisevergütungen ist eine Einfuhr in die Schweiz  denkbar.

Andreas Widmer, CEO der WWZ: „Alle Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Energieversorgung setzen auf die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien. Im Strommix der Schweizer Endkunden wird künftig auch die Windenergie an Attraktivität und Bedeutung gewinnen - ein Markt, in dem Deutschland zu den europaweit führenden gehört.“ Das umweltfreundliche Zusammenspiel der emissionsfreien Wind- und Wasserkraftproduktion ist zur Abdeckung von Spitzenlasten ideal. Überschüsse aus der Windenergie können in Pumpspeicherkraftwerken zwischengespeichert und in windarmen Zeiten ins Netz gespeist werden.

Andreas Widmer: „Da sich uns in der Schweiz aktuell keine vergleichbaren Möglichkeiten bieten, haben wir uns mit der Energie Thun für den Schritt über die Grenze entschieden, um umfassendes Praxis-Know-how im Bereich des Windenergiemanagements zu erwerben. Mit Sustrum/Renkenberge setzen wir dabei auf bewährte, hohe Betriebssicherheit.

Zudem sichern sich die WWZ langfristig einen attraktiven Standort, an dem die Produktion künftig noch ausgebaut werden kann.“ Über den Kaufpreis der erworbenen Beteiligung haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.(zio.ch / Robert Watts)


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