Hünenberg - Dienstag, 07.02.2012


Mo, 20.04.2009

Wirksamer Lärmschutz zu Gunsten der hohen Wohnqualität

Die FDP Hünenberg will die hohe Wohnqualität in der Gemeinde dank wirksamen Lärmschutzmassnahmen schützen.

FDP Hünenberg
(Foto: zvg)

Dazu hat sie eine Motion eingereicht, die auf die Realisierung von Lärmschutzverbauungen entlang der Autobahn abzielt. „Der Autobahnausbau und das höhere Verkehrsaufkommen erfordern rechtzeitige Vorkehrungen durch Gemeinde und Kanton“, sagt Parteipräsident Ueli Wirth. Er verlangt, dass die Motion bereits an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni behandelt wird.

Die Prognose des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) lässt aufhorchen: Im Jahr 2030 erwartet es auf dem Autobahnabschnitt zwischen Blegi und Rütihof einen Verkehrsstrom von bis zu 85'000 Fahrzeugen pro Tag. Damit das Verkehrsaufkommen die Attraktivität der Hünenberger Wohnquartiere nicht schmälert, verlangt die FDP-Ortspartei Lärmschutzmassnahmen. Letzte Woche hat sie dazu eine Motion mit folgendem Wortlaut eingereicht: „Der Gemeinderat wird beauftragt, mit der Baudirektion des Kantons Zug die Realisierung eines wirksamen Lärmschutzes entlang der Autobahn und der kommenden Umfahrungsstrasse vom Schlatt bis zum Bösch unmittelbar anzugehen. Diese zusätzlichen Massnahmen sollen gleichzeitig mit der Erweiterung der Autobahn erfolgen und deren Finanzierung muss durch Kanton und Gemeinde getragen werden.“

Hohe Standortqualität erhalten
Die Motion der FDP Hünenberg deckt sich mit früheren Forderungen. Bereits 2001 verlangte die Partei den Schutz der Siedlungsgebiete vor Autobahnlärm, was 2004 zur Gründung eines Aktionskomitees zur Überdachung der Autobahn führte. Das Komitee unter der Leitung der Gemeinde stellte 2004 einen umfassenden Forderungskatalog auf. „Die damaligen Forderungen erachten wir auch heute noch als richtig und wichtig“, sagt Ueli Wirth, Parteipräsident der FDP Hünenberg. Und weiter: „Mit der Motion unterstreichen wir die Wichtigkeit eines wirksamen Lärmschutzes zur Erhaltung der Standortqualität unserer Gemeinde. Für eine nachhaltige Entwicklung von Hünenberg als Arbeits-, Wohn- und Erholungsraum ist das unabdingbar.“ Da in jüngster Vergangenheit jedoch Zweifel entstanden seien, dass dieses Ziel von allen politischen Behörden gleich ernst genommen würde, fühlte sich die FDP Hünenberg zum Handeln veranlasst.

ASTRA und Baudirektion mit vagen Aussagen
„An der Informationsveranstaltung vom 5. März des ASTRA und der Baudirektion des Kantons Zug“, so heisst es in der Begründung der Motion, „wurden nur sehr vage Aussagen über den geplanten Lärmschutz gemacht. Auch der Baudirektor hielt sich sehr bedeckt zu den ursprünglichen Forderungen der Gemeinde Hünenberg.“ Mit ihrer Motion will die FDP verhindern, dass ein verständliches und sehr wichtiges Anliegen der Hünenberger Bevölkerung „still und leise in Vergessenheit gerät“, wie Ueli Wirth nachdoppelt. Ermutigt zu ihrer Motion hat die FDP Hünenberg erfolgreiche Lärmschutz-Beispiele neueren Datums in andern Gemeinden ausserhalb des Kantons Zug.

Beispiele aus Zofingen und Stansstad
So wurde an der vierspurigen A2 bei Zofingen (AG), wo laut Angaben des ASTRA täglich 40'500 Fahrzeuge gezählt werden, ohne Ausbau der Autobahn eine Halbüberdachung realisiert, um ein angrenzendes Siedlungsgebiet vor Lärm zu schützen. Und an der A2 bei Stansstad (NW), wo pro Tag 35'400 Fahrzeuge verkehren, werden gegenwärtig ebenfalls Lärmschutzverbauungen realisiert, ohne dass die dortige Autobahn ausgebaut wird. „Angesichts des künftigen zu erwartenden Verkehrsstroms durch das Hünenberger Siedlungsgebiet ist unser Anliegen nach einem wirksamen Lärmschutz zu Gunsten einer hohen Wohnqualität alles andere als überrissen“, findet Ueli Wirth. „Der Autobahnausbau und das höhere Verkehrsaufkommen erfordern rechtzeitige Vorkehrungen durch unsere Gemeinde und den Kanton.“
(zio.ch / Rob Hartmans)

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