Kanton Zug - Dienstag, 07.02.2012


Do, 04.03.2010

Vorsicht bei scheinbaren Lotteriegewinnen

Die Zuger Polizei warnt vor Unbekannten, die Handelsnamen der spanischen Lotterie missbrauchen und massenhaft Gewinnversprechen versenden.

Zuger Polizei
(Foto: zvg)

Statt Geld auszubezahlen, verlangen die Falschspieler solches. Eine Frau aus dem Kanton Zug hat auf diese Weise über 300`000 Franken verloren.

Das Spiel ist stets dasselbe: Betroffene erhalten ein mit dem Logo einer Lotteriegesellschaft versehenes Gratulationsschreiben, in dem einem zu einem Millionengewinn gratuliert wird. Neben diversen "offiziellen" Stempeln findet man auch die Koordinaten eines Vertreters, den es zu kontaktieren gilt. Damit der Gewinn ausbezahlt werden kann, wird man schriftlich und auch telefonisch aufgefordert, Spesen und diverse Gebühren im Voraus zu begleichen. Die Geldforderungen reissen nicht ab; die "Gewinner" werden hingehalten, unter Druck gesetzt und vertröstet.

An der entsprechenden Verlosung teilgenommen hat indes kaum jemand. Das einbezahlte Geld landet nicht selten auf undurchschaubaren Konti im Ausland und ist für immer weg. In einem Fall im Kanton Zug hat eine 68 jährige Frau in der Zeitspanne von Mitte August 2007 bis Februar 2010 auf diese Weise insgesamt weit über 300`000 Franken verloren. Immer wieder folgte sie den Aufforderungen, anfallende Gebühren zu begleichen. Die Geschädigte wartet bis heute auf die Gewinnauszahlung. Der Lotterie Vertreter war bei vereinbarten persönlichen Treffen stets kurzfristig verhindert.

Die Zuger Polizei rät dringend, nicht auf dubiose Gewinnversprechen einzugehen. Solche Briefe gehören ins Altpapier. Eine seriöse Lotteriegesellschaft zahlt einen Gewinn aus, anstatt vom Sieger selber Geld zu verlangen. Als weiteres Merkmal gilt: Wer an keiner Lotterie teilgenommen hat, kann auch nicht gewonnen haben! Versenden Sie zudem niemals Kopien von persönlichen Dokumenten oder Bankdaten an unzuverlässige Stellen.(zio.ch / Marcel Schlatter)


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