Kanton Zug - Donnerstag, 09.02.2012
Triumph für Jugendkultur gefordert sind günstige Wohnungen
Die Alternative Stadt Zug freut sich und dankt der Zuger Stimmbevölkerung, dass sie den Umbau der Galvanik bewilligt hat.
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Die städtischen Alternativen haben sich zusammen mit den jungen Alternativen massgeblich für den Wiederaufbau und Umbau dieses Jugendkulturzentrums eingesetzt. Dieses Engagement kam auch in einer mit den Zuger Jugendlichen gemeinsam lancierten Petition für „Mehr Jugendkultur“ zum Ausdruck. Auch das Ferienbetreuungsangebot der Stadt Zug für Schulkinder hatten die städtischen Alternativen unterstützt. Zweifellos könnte dieses Angebot noch ausgebaut und vor allem auch in Familien mit kleinem und mittlerem Budget bekannter gemacht werden. Denn gerade diese Familien können sich teure Ferien auswärts oft nicht(mehr) leisten. Das Ja der Stimmbevölkerung zur Senkung des Steuerfusses auf 60 Prozent dürfte die Ausweitung solcher sozialer Aufgaben in Zukunft nicht einfach machen. Die Alternative Stadt Zug hatte das Referendum gegen die ihrer Meinung nach unnötige Steuersenkung ergriffen und in einem überparteilichen Komitee, dem auch der Zuger Gewerkschaftsbund angehörte, bekämpft. Offenbar hat das bürgerliche Versprechen gewirkt, man wolle jetzt reinen Tisch machen mit den Rabatten. Doch weil der Steuerwettbewerb damit in eine weitere Runde geht, dürfte die nächste Rabattrunde bald wieder eingeläutet werden. Je grösser das Einkommen, desto mehr wird von solchen linearen Steuersenkungen profitiert. Dagegen spüren kleinere und mittlere Einkommen die steigenden Miet- und Hauskosten mehr, als die paar gesparten Steuerfränkli. Die Stadt ist deshalb gefordert: erstens muss sie für preisgünstigen Wohnraum sorgen. Und zweitens für einen stabilen Steuerfuss. Denn sonst geht’s mittelfristig auch der Jugendkultur und der ausserfamiliären Betreuung an den Kragen.