| Do, 08.02.2007 |
Sensationell: Gold und Bronze für Albrecht und Berthod
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Daniel Albrecht wuchs im Slalom über sich hinaus --EQ |
Die Super-Kombination der Männer an der WM in Are hat ein traumhaftes Schweizer Ergebnis gebracht: Daniel Abrecht wurde Weltmeister, Marc Berthod holte hinter Titelverteidiger Benjamin Raich Bronze. Dazu wurde Didier Défago Vierter.
Albrecht ist der erste Schweizer Weltmeister seit sechs Jahren, als Michael von Grünigen in St. Anton den Titel im Riesenslalom gewonnnen hatte. Die letzten Kombinations-Medaillen hatte Paul Accola mit 3. Rängen in den Jahren 1999 und 2001 geholt. Vor elf Jahren hatten Urs Kälin und von Grünigen in der Sierra Nevada mit Silber und Bronze im Riesenslalom für den zuvor letzten doppelten Medaillengewinn an einer WM gesorgt. Noch fünf Jahre weiter zurück liegt, dass ein Schweizer Weltmeister bei der Siegerehrung von einem Teamkollegen flankiert wurde; 1991 hatten Franz Heinzer und aniel Mahrer in der Abfahrt ebenfalls Gold und Bronze geholt. Dieser neueste doppelte Medaillengewinn durch die beiden Freunde und Zimmergenossen Albrecht und Berthod übertrifft nun aber alles, selbst die kühnsten Erwartungen. Mit bereits dreimal Edelmetall hat Swiss-Ski sein Primärziel bereits erreicht - und das nur zwei Jahre nach der Nullnummer in Bormio.
"Nach der Abfahrt hatte ich gehofft, dass es mit einer Medaille klappen könnte", sagte Daniel Albrecht, der im Weltcup noch nie unter die ersten drei gefahren war, nach seinem Husarenritt. Im ersten Wettkampfteil hatte der Walliser mit einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit von Bode Miller den Grundstein zum Sieg gelegt. "Nach der Zieldurchfahrt im Slalom nahm diese Hoffnung zu. Dass es aber gleich zu Gold reichen würde, hätte ich in jenem Moment nicht gedacht, zumal ja Miller und Svindal noch oben waren." Gegen den entfesselten Albrecht blieben aber auch der Amerikaner und der Norweger chancenlos. Svindal blieb Platz 5, Miller Rang 6.
Während des gesamten Winters war Daniel Albrecht im Schatten seines "Zwillings" Marc Berthod gestanden. Die Zeit, die ihm nach dem erst spät zustande gekommenen Skimarkenwechsel von Nordica zu Atomic für die Abstimmungsarbeit fehlte, schlug sich in den meist nicht zufrieden stellenden Ergebnissen nieder. Nun aber schlug für den dreifachen Junioren-Weltmeister von 2003 die grosse Stunde: Ein Jahr, nachdem er bei den Olympischen Spielen mit Rang 4 Bronze um lediglich sechs Hundertstel verpasst hatte, gelang ihm nun der ganz grosse Wurf.
Die Bronzemedaille von Berthod ist die logische Folge der Form und Konstanz, die der Bündner im bisherigen Saisonverlauf an den Tag gelegt hat. Als Einziger schaffte er es in den bisherigen Super-Kombinationen zweimal aufs Podest; in Beaver Creek und in Wengen war er jeweils Zweiter geworden und führt das Disziplinen-Klassement an. "Nachdem ich im Slalom im Ziel war, hätte ich nicht gedacht, dass es reichen würde", sagte Berthod. "Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass noch mehr dringelegen wäre. Doch das ist jetzt nur noch Nebensache. Ich freue mich auch für Dani (Albrecht). Schön, dass es für ihn ausgerechnet hier an der WM geklappt hat.
Are (Sd). WM-Super-Kombination der Männer: 1. Albrecht 2:28,99. 2. Raich 0,08 zurück. 3. Berthod 0,24. 4. Défago 0,51. 5. Svindal 0,60. 6. Miller 0,98. 7. Romed Baumann (Ö) 0,99. 8. Zurbriggen 1,02. 9. Steven Nyman (USA) 1,19. 10. Ondrej Bank (Tsch) 1,22. 11. Mario Matt (Ö) 1,35. 12. Ivica Kostelic (Kro) 1,40. 13. Peter Fill (It) 1,41. 14. Jean-Baptiste Grange (Fr) 1,59. 15. Lars Myhre (No) 1,60.
16. Rainer Schönfelder (Ö) 1,61. 17. Pierre Paquin (Fr) 2,36. 18. François Bourque (Ka) 2,44. 19. Patrick Staudacher (It) 2,55. 20. Ryan Semple (Ka) 3,18. 21. Thomas Lanning (USA) 3,48. 22. Andrej Jerman (Sln) 3,54. 23. Michael Janyk (Ka) 3,70. 24. Adrien Theaux (Fr) 4,45. 25. Filip Trejbal (Tsch) 4,65. 26. Noel Baxter (Gb) 4,82. 27. Natko Zrncic-Dim (Kro) 5,03. 28. Petr Zahrobsky (Tsch) 6,45. 29. Ivan Heimschild (Slk) 6,76. 30. Roger Vidosa (And) 7,48. -- 39 Fahrer klassiert.
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