Ski alpin - Samstag, 20.03.2010


So, 14.01.2007

Schweizer Traum-Ergebnis: 2. Berthod, 3. Zurbriggen

Berthod schon wieder auf dem Podest --EQ
(Foto: EQ Images)

Zum Abschluss der Weltcup-Rennen im Berner Oberland wuchsen die Schweizer noch einmal über sich hinaus. Marc Berthod und Silvan Zurbriggen sorgten mit den Rängen 2 und 3 hinter Mario Matt (Ö) in der Super-Kombination in Wengen für ein weiteres Traum-Ergebnis.

Abgerundet wird das hervorragende Abschneiden durch die Ränge 5 und 7 von Daniel Albrecht und Didier Défago - die Schweiz ist wieder eine Kombi-Nation. Die Podestplätze von Berthod, der den zweiten Weltcup-Sieg nach dem Coup in Adelboden nur um 38 verpasste, und von Silvan Zurbriggen, der 41 Hundertstel hinter Matt lag, wird zusätzlich dadurch aufgewertet, dass die beiden nicht in gleichem Mass von den Pistenverhältnissen im Slalom profitieren konnten wie der Österreicher. Matt war als Erster gestartet und fand einen intakten Kurs vor, auf dem die Bedingungen mit jedem Fahrer schlechter wurden. Berthod und Zurbriggen trugen am Nachmittag die Startnummern 18 und 19.

Derweil Berthod nach seinem Sieg in Adelboden und dem 2. Rang in der Super-Kombination in Beaver Creek (USA) bereits zum dritten Mal aufs Podest steigen durfte, schaffte der WM-Slalom-Zweite Zurbriggen nach Platz 2 im Slalom von Mitte Dezember 2004 in Sestriere im Weltcup seine zweite Klassierung unter den ersten drei. Für den Walliser, der kurz vor Weihnachten im Super-G in Hinterstoder Rang 3 nur um zwei Hundertstel verpasst hatte, ist dieser 3. Platz eine besondere Genugtuung, nachdem er am letzten Sonntag in Adelboden die Qualifikation für den 2. Slalom-Lauf verpasst hatte und er in der vergangenen Saison von einer Enttäuschung zur anderen gefahren war.

Im Zielraum in Wengen wiederholte sich die Szene vom vergangenen Sonntag in Adelboden, als Marc Berthod im Slalom als Führender mitverfolgen konnte, wie die nachfolgenden 26 Konkurrenten allesamt an seiner Vorgabe scheiterten. Diesmal stand Mario Matt in der Box des Führenden und durfte sich über den Vorteil freuen, den ihm die Pistenverhältnisse in die Hände gespielt und die klare Laufbestzeit erlaubt hatten. Als klar Schnellster des Slaloms zeigte die Uhr eine Totalzeit, die von keinem Fahrer unterboten werden konnte. Matts Riesensprung von 30 auf 1 war Tatsache, Berthod war seinen Rekord (von 27 auf 1) nach nur sieben Tagen wieder los.

Die Basis zu Matts sechstem Weltcup-Sieg, dem ersten seit dem Slalom-Erfolg beim Weltcup-Finale im März 2005 auf der Lenzerheide, hatte sein Cheftrainer Toni Giger mit einem taktischen Schachzug gelegt. Matt hatte in der Abfahrt nur Platz 34 belegt. Der Slalom-Weltmeister von 2001 rutschte nur in den 30. Rang vor, der ihm die Nummer 1 für den Slalom bescherte, weil Giger Matts Teamkollegen Hermann Maier (6. in der Abfahrt) und Georg Streitberger (19.) aus dem Wettkampf nahm. Dazu verzichteten nach dem ersten Wettkampfteil der Schwede Patrick Järbyn (5.) und der Kanadier Erik Guay (22.) auf den Start im Slalom.

Der nach der Abfahrt führende Italiener Peter Fill fiel in den 21. Schlussrang zurück. Gar nicht im Klassement figuriert Bode Miller, der nur einen Hundertstel hinter Fill gelegen hatte und deshalb als erster Anwärter auf den Kombinationssieg gegolten hatte. Der Amerikaner, der den Slalom mit einer Reserve von 2,36 Sekunden auf Matt in Angriff genommen hatte, fädelte ein und vergab derart wie schon in Beaver Creek, wo er nach klarem Vorsprung in der Abfahrt ebenfalls nicht ins Ziel gekommen war, abermals eine sehr gute Gelegenheit zum Sieg.

1. Mario Matt (Ö) 2:27,87. 2. Marc Berthod (Sz) 0,38 zurück. 3. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,41. 4. Ivica Kostelic (Kro) 0,61. 5. Daniel Albrecht (Sz) 0,84. 6. Benjamin Raich (Ö) 0,85. 7. Didier Défago (Sz) 1,01. 8. Aksel Lund Svindal (No) 1,02. 9. Romed Baumann (Ö) 1,13. 10. Ted Ligety (USA) 1,21. 11. Mario Scheiber (Ö) 1,29. 12. Niklas Rainer (Sd) 1,59. 13. Hans Olsson (Sd) 1,67. 14. Lars Myhre (No) 1,81. 15. Michael Walchhofer (Ö) 1,85. Ferner: 17. Rainer Schönfelder (Ö) 1,94. 21. Peter Fill (It) 2,38. -- Ausgeschieden u.a.: Bode Miller (USA).

(zio.ch / si)


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