| Di, 30.11.2010 |
Ökumenischer Aids-Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag
Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag, aber für Menschen mit HIV ist jeder Tag ein Aids-Tag. Dieser Tag bietet die Möglichkeit, Solidarität zu zeigen mit direkt Betroffenen und ihren Angehörigen.
Das Thema HIV/Aids darf auch in der Schweiz nicht verdrängt werden.
HIV und Aids – auch in der Schweiz immer noch ein Thema
Aids ist nach wie vor eine unheilbare Krankheit. Es gibt immer mehr Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind, aber geredet wird immer weniger darüber. Jeden Tag erfahren in der Schweiz zwei Menschen, dass sie HIV-positiv sind. Insgesamt tragen in unserem Land über 25000 Menschen das Virus in sich.
Diskriminierung von HIV-positiven Menschen – gibt es das überhaupt?
Dank moderner Therapien sind HIV-positive Menschen nicht mehr unmittelbar mit dem Sterben konfrontiert. Aber nach wie vor kommt es zu Ablehnung, Ausgrenzung und Stigmatisierung. Negative Reaktionen kommen nicht nur von anonymen Personen, sondern auch von Arbeitgebern, Arbeitskollegen und -kolleginnen oder von Leuten aus dem Freundeskreis. Gründe für eine Diskriminierung sind z.B. Unwissen über HIV, bewusste oder unbewusste Angst vor einer Ansteckung, Vorurteile gegenüber sogenannten „Randgruppen“ (z.B. Schwulen), oder Schuldzuweisungen an die HIV-Positiven.
Die Folgen der Diskriminierung
Die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen hat nicht nur negative Folgen für ihre psychische Verfassung, sondern beeinträchtigt sie direkt in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Ausserdem bedeutet Diskriminierung immer auch Verdrängung. Nur ein offenes Umgehen mit der HIV-Thematik ermöglicht das Entstehen eines Bewusstseins, dass und wie man sich vor einer Infektion schützen soll.
Ökumenischer Gottesdienst anlässlich des Welt-Aids-Tags
Der Welt-Aids-Tag bietet Anlass, Solidarität zu zeigen mit den HIV positiven Menschen, und ein Zeichen zu setzen gegen ihre Diskriminierung. Anlässlich dieses Tages findet am 4. Dezember in der katholischen Kirche in Unterägeri ein Themen-Gottesdienst statt: Ein HIV-positiver Mann und freiwillige MitarbeiterInnen der AIDS-Hilfe Zug engagieren sich gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung. Sie zeigen auf, was es heisst, HIV-positiv zu sein, mit welchen Schwierigkeiten Betroffene sich auseinandersetzen müssen und welchen Stellenwert heute die Prävention hat. Pfarrerin Martina Müller und Diakon Markus Burri gestalten gemeinsam eine Lichtfeier mit Taizé-Liedern als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen.
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