Unterägeri - Samstag, 04.02.2012


Mo, 15.02.2010

NWL: Frösche fordern den Meister!

Zum zweiten Mal in Genf trafen sich die sechs NWL-Teams zur 3. und 4. Runde der diesjährigen Qualifikation der Schweizer.

SC Frosch Ägeri
(Foto: zvg)

Wasserballmeisterschaft. Gegen Basel schaffen die Ägerer das Kunststück und holen einen fünf Tore Rückstand auf. Am frühen Sonntagmorgen sahen die Frösche lange wie der Sieger aus, mussten sich am Schluss aber dem Meister doch noch geschlagen geben.

Ägeri erkämpf sich die budgetierten Punkte
Das favorisierte Team aus der Zentralschweiz sicherte sich gegen Basel die angestrebten zwei Punkte, dank einer furiosen Aufholjagdt im dritten und vierten Viertel. In diesen beiden Spielabschnitten erzielten die Ägerer 8 Tore in Serie ohne einen Gegentreffer zuzulassen. Bis Spielmitte lagen die Frösche noch mit 2:7 im Hintertreffen. Der vermeidliche Favorit fand überhaupt nicht ins Spiel, „Wir stand komplett neben den Schuhen und haben den Start richtig gehend verschlafen“ befand Trainer Ferenc Elias. Dies veranlasste Elias von der bis dahin schlecht funktionierenden Zonendeckung auf Manndeckung umzustellen: „Der Systemwechsel sollte die Mannschaft aufwecken“. Der noch junge Trainer lag mit dieser Massnahme Gold richtig. Ägeri spielte nun aggressiver und setzte die Rheinstädter früh unter Druck. Es war die Wende in diesem Spiel. Bei den Zentralschweizern stand das Nachwuchstalent Yannick Blattmann erstmals in der Startaufstellung. Der 1 -jährige löste seine Aufgabe ausgezeichnet und hätte seine Leistung beinahe mit einem Tor gekrönt. Scheiterte aber allein stehend am Basler Schlussmann.

Frosch Ägeri schnuppert an der Überraschung
Gegen den SC Kreuzlingen und amtierenden Meister gingen die Frösche am frühen Sonntagmorgen als klarer Aussenseiter ins Wasser. Doch es waren die Ägerer, welche von Beginn weg den Ton angaben. Bis weit ins dritte Vierteln spielte der SC Frosch Ägeri auf seinem Top-Niveau. Zwischenzeitlich lagen die Ägerer sogar mit vier Toren in Vorsprung. „Uns gelang in allen Belangen ein optimales Spiel. Jeder erfüllte seinen Job ausgezeichnet, sei es in der Defensivarbeit oder im Angriff“: resümiert Elias zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Schade, dass diese Leistung nicht belohnt wurde.

Definitiver Ausschluss und ein verschossener Penalty
Ein ärgerlicher Zwischenfall führte zum Knick im Spiel der Zentralschweizer. Ein Brustbeinschlag von Robert Vigh landete unbeabsichtigt im Gesicht eines Gegenspielers. Diese unglückliche Aktion wurde aber von den Unparteiischen als Tätlichkeit ausgelegt. Vigh kassierte einen definitiven Ausschluss plus eine Spielsperre. Die Kreuzlinger witterten nun ihre Chance den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Bis auf 12:11 war der Meister heran gekommen, als Ägeri einen Penalty zugesprochen bekam. Statt den zwei Tore Vorspurg wieder herzustellen, mussten die Frösche den Ausgleich hinnehmen.

Dem SC Frosch Ägeri drohte nun das Spiel aus den Händen zu gleiten und versuchte mit der Brechstange die Punkte zu retten. Doch die überhasteten Abschlussversuche prallten von der Torumrandung ab oder wurden vom Kreuzlinger Torhüter pariert. Kreuzlingen nutzte dies abgeklärt aus. Die Frösche liessen sich mehrmals auskontern. Das letzte Viertel ging mit 6:0 aus Sicht der Frösche verloren. So endete das Spiel doch noch mit dem erwarteten 16:12 Sieg der Ostschweizer. Ägeri zeigte aber ein tolles Spiel und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Spielrapporte:
SC Frosch Ägeri : SV Basel 10:7 (1:3, 1:4, 2:0, 6:0)
Spielort: Genf, Les Vernets
Schiedsrichter: Moldovanov, Bruchez

Ägeri: 1 Hannes Iten, 2 Kevin Müller (2), 3 Peter Szlaterics (3), 4 Ralf  lückiger, 5 Ruedi Hegglin, 6 Gergely Fülöp (3), 7 Yannick Blattmann, 8 Charly Kramer, 9 Mark Zumbühl (1), 10 Marco Ziegler, 11 Michael Kern, 12 Lorenzo Valeo, 13 Robert Vigh (2)

SC Kreuzlingen : SC Frosch Ägeri 16:12 (4:6, 3:2, 3:4, 6:2) Spielort: Genf, Les Vernets Schiedsrichter: Castrilli, Moldovanov

Ägeri: 1 Hannes Iten, 2 Kevin Müller, 3 Peter Szlaterics (3), 4 Ralf Flückiger (1), 5 Ruedi Hegglin, 6 Gergely Fülöp (2), 7 Yannick Blattmann, 8 Charly Kramer, 9 Mark Zumbühl (2), 10 Marco Ziegler (1), 11 Michael Kern, 12 Lorenzo Valeo, 13 Robert Vigh (2)

(zio.ch / Thomas Iten)


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