| Fr, 26.02.2010 |
Motion betreffend bessere Nutzung des Stierenmarkt-Areals
Der Stadtrat wird beauftragt, zusammen mit der Korporation Zug(Eigentümerin des Areals) und dem Braunviehzuchtverband (Besitzerin der Stallungen) eine zukunftsorientierte Lösung für die künftige Nutzung des Stierenmarkt.
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CVP |
Begründung:
Mit dem Verkauf des Bossard-Areals und dessen Überbauung sind der Stadt Zug wertvolle Ausstellungsflächen und stark frequentierte Parkierungsflächen verloren gegangen. Bekannt ist, dass die Interimslösung für die Zuger Messe südlich der Chamerstrasse nur für kurze Zeit Bestand haben wird. Daher ist es zwingend notwendig, auf dem Stierenmarkt-Areal das Optimum herauszuholen. Es muss mit hoher Dringlichkeit ein Konzept für die langfristig optimale Nutzung des Stierenmarkt-Areals erarbeitet werden, damit die konkreten und massvollen Bauvorhaben innert nützlicher Frist erstellt werden können. Denkbar wäre zuallererst ein Ersatz der heutigen Schweinestallungen durch eine multifunktionelle Halle mit entsprechenden Infrastrukten, zu denen wir auch genügend Parkplätze zählen.
In Städten wie Zürich, Luzern, Basel, Bern, St.Gallen, Lausanne, Martigny etc. werden Messen und Austellungshallen mit öffentlichen Mitteln gefördert – mit dem Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung für die ganze Region. In der Tat erzeugen die öffentlichen Investitionen in Messelokale direkte und indirekte Folgeeffekte: Sowohl die Aussteller als auch deren Zulieferbetriebe und die involvierten Dienstleistungsunternehmen, und sogar deren Unterlieferanten und Dienstleister erzielen höhere Umsätze. Die einzelnen Betriebe und deren Mitarbeiter generieren eine zusätzliche volks- und betriebswirtschaftliche Wertschöpfung, die sich am Schluss der Kette sogar in den Steuerleistungen auswirkt.
Im Verlauf des letzten Sommers hat ein Kantonsschüler aus Cham eine bemerkenswerte Matura-Arbeit abgeliefert, welche die Platzverhältnisse des Stierenmarkt-Areals minutiös untersuchte und mit einem Projekt für neue Ausstellungshallen im nördlichen Teil des Areals einen interessanten und ganz konkreten Vorschlag einbrachte. Diese Matura-Arbeit sollte der Stadtrat käuflich erwerben, weil sie wertvolle Vermessungs- und Planungsarbeit enthält, die nicht nochmals für teueres Geld geleistet werden muss.
Sowohl die Korporation Zug als auch der Braunviehzuchtverband sind an einer zügigen Vorwärts-Strategie interessiert. Sie möchten davon ausgehen, dass der Stadtrat eine echt partnerschaftliche Zusammenarbeit anstrebt und die Eigeninitiative der Land- und Gebäude-eigentümer nicht bremst.
Die Motionäre beantragen dringliche Behandlung und sofortige Erheblicherklärung.
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