Kanton Zug - Samstag, 04.02.2012


Mo, 08.02.2010

Mitteilung der Wasserwerke Zug

Die Voraussetzungen für die Realisierung des Pumpspeicherwerks zwischen Zuger- und Ägerisee sind heute noch nicht gegeben.

WWZ
(Foto: zvg)

Die Bewilligung eines Pumpspeicherkraftwerks zwischen Zuger- und Ägerisee würde heute am allzu unterschiedlichen Phosphatgehalt des Wassers der beiden Seen scheitern. Die Resultate der Vorstudie haben gezeigt, dass das Projekt aufgrund der ökologischen Konsequenzen nicht realisiert werden kann. Die Initianten verzichten deshalb vorerst auf weitere Abklärungen.

Zug/Unterägeri, 8. Februar 2010 – Wie im Juli 2009 angekündigt, untersuchten die Wasserwerke Zug AG (WWZ) und die SAE Immobilien AG, Unterägeri (SAE), beides Kraftwerkbesitzerinnen an der oberen Lorze, die Idee zum Bau eines Pumpspeicherwerks zwischen Zuger- und Ägerisee. Mittels Vorstudie sollte die Machbarkeit geprüft und Klarheit bezüglich Auswirkungen auf Flora und Fauna, auf Wasserqualität, Fischerei und Schifffahrt sowie auf den Hochwasserschutz geschaffen werden. Nun liegen die ersten verbindlichen Analysen und Expertenberichte vor. Sie zeigen, wie stark der Phosphatgehalt im Wasser des Zugersees von jenem des Ägerisees abweicht. Eine Vermischung der Wasser beider Seen ist momentan ökologisch nicht verantwortbar. Zudem würde die dadurch bewirkte Veränderung der Wasserqualitäten – und damit der Biologie des Ägerisees – gesetzliche Bestimmungen zum Schutz der Natur verletzen. WWZ und SAE berücksichtigen die Ergebnisse der Analysen und haben sich deshalb entschlossen, bis auf weiteres die Arbeiten an der Vorstudie einzustellen. Dazu Andreas Widmer, CEO der WWZ: „Das Projekt Zuger Spitzenstrom ist der Zeit voraus. Die interessante Idee, in Spitzenzeiten des Stromverbrauchs mittels Pumpspeicherung eigenen Strom zu produzieren, kann erst wieder aufgenommen werden, wenn sich die Wasserqualität des Zugersees wesentlich verbessert hat. Die Rahmenbedingungen erlauben dies zurzeit nicht.“(zio.ch / Andreas Widmer)


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