Kanton Zug - Mittwoch, 08.02.2012


Mo, 05.07.2010

Mitteilung der SVP Zug

Der Wirtschaftsstandort Zug ist international wettbewerbfähig.

SVP
(Foto: zvg)

6 hochkarätige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik waren sich am Podiumsgespräch „Wirtschaftsmotor Zug“ der SVP Stadt Zug einig: Die Zuger Wirtschaft ist für die zukünftigen Herausforderungen gut gewappnet. „Jährlich entstehen über 10 Milliarden Schweizer Franken Regulierungskosten!“ belegte Nationalrat Bruno Zuppiger, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes in seinem Eingangsreferat „Weniger Vorschriften – mehr Spielraum für KMU!“. „Nicht nur die Modernisierung der Infrastruktur trägt wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der Zuger Wirtschaft bei,“ betonte Regierungsrat Heinz Tännler, „sondern auch eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des Baubewilligungsverfahrens in allen Zuger Gemeinden würde einen Beitrag zu preiswertem Wohnraum leisten und dadurch auch zum Wirtschaftswachstum.“

Zuger (Steuer)-Paradies
Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Zug hängt nicht nur vom attraktiven Steuerregime ab, unterstrich Dr. Johannes Milde, Präsident der Zuger Wirtschaftskammer und CEO von Siemens (Schweiz) AG. Die Vernetzung mit Universitäten und Fachhochschulen ist von strategischer Bedeutung, um längerfristig international zu bestehen. Dr. Milde rief auch dazu auf, die Stärken der Schweiz nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Silvan Hotz, Präsident des Gewerbeverbandes des Kantons Zug und CVP-Kantonsrat, wies darauf hin, dass nicht nur die akademischen Berufe eine wichtige Rolle für die Vielfalt des Wirtschaftsraumes Zug spielen. „Leider hat sich die Institution Schule mit zu vielen Versuchen und Projekten vom Grundauftrag „Lesen, Schreiben und Rechnen“ zu stark entfernt.“ Vonseiten der KMU’s bestätigte Adrian Risi, Verwaltungsratpräsident der Risi AG, dass er nicht alle offenen Lehrstellen besetzen könne, weil etliche Lehrlinge nach der obligatorischen Schulzeit schlicht zu wenig Grundkenntnisse mitbrächten.

Ausgabenpolitik im Griff behalten
Philip C. Brunner, SVP-Stadtratskandidat, mahnte, dass die Stadt Zug im Rahmen des kantonalen und eidgenössischen Finanzausgleichs rund 38 % der Steuereinnahmen abliefern müsse. „Politik und Verwaltung müssen lernen, die Bürgerinnen und Bürgern mit ihren Anliegen in den Mittelpunkt zu stellen, um die Ausgabenpolitik massvoll zu gestalten.“ Eine Zentralisierung der Stadtverwaltung würde zum Beispiel zu einer Effizienzsteigerung der Stadtverwaltung führen. Einig war man sich mit Adrian Risi, dass die Zuger Verwaltung und Justiz im allgemeinen hervorragend und speditiv arbeitet.
(zio.ch / Manuel Brandenberg)


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