Stadt Zug - Samstag, 04.02.2012


Fr, 16.04.2010

Mitteilung der Schule Talentia Zug

Einblicke in den Unterricht am Tag der offenen Tür Was macht denn die Schule Talentia Zug aus?

Talentia
(Foto: zvg)

Samstagmorgen, 10. April 2010, 08.30 Uhr, in der Talentia Zug. Ausnahmsweise ist auch heute Unterricht. Eltern und interessierte Besucher sind zu Gast und nehmen den ganzen Morgen am Unterricht teil. Der Tag beginnt - wie sonst am Montag - mit dem Schulkreis: Alle Kinder und Lehrpersonen treffen sich und beginnen die Woche gemeinsam. Lieder in vielen Sprachen, Lustiges und Schwieriges schaffen Gemeinsamkeiten über die Klassengrenzen hinaus. Mitmachen und Mitraten der Gäste war erwünscht und die Kinder verblüfften durch ihre Schnelligkeit und ihre Denkstrategien.

Anschliessend wurde altersgemischt in Niveaugruppen gearbeitet. Diese Unterrichtsform erlaubt ein flexibleres Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder, als die starren Vorgaben im Regelunterricht. Im Mathematik Unterricht beschäftigten sich die Kinder mit den Kaprekar-Türmen, benannt nach dem indischen Mathematiker, deren Gesetzmässigkeit auch für die Besucher nicht einfach herauszufinden war. Danach sollten die Kinder sich  vorstellen, dass einige Tasten auf dem Taschenrechner nicht mehr richtig funktionierten, was sie zwang, eigene Lösungswege zu suchen.

Dieser Unterrichtsmorgen zeigte den Schulalltag der Talentia auf eindrückliche Weise: Herausfordernder Mathematikunterricht, schwierige Buchstabenrätsel, lautmalerische Wortgedichte, Logli-Krimis, Synonyme suchen für Wörter wie „Recherche“, „Delikt“ oder „Infarkt“ und natürlich anspruchsvoller Fremdsprachenunterricht. Das Beschäftigen mit dem Leben und Werk Picassos mündete im Anfertigen eines Selbstportraits.

Gegen Mittag luden alle Schülerinnen und Schüler der Talentia ihre Gäste zu einem kleinen Konzert ein. Für Kinder, die so unterschiedlich sind, müssen immer wieder Gemeinsamkeiten geschaffen werden. Musik bietet sich hier an. Mit verschiedensten Instrumenten wagten sie sich sogar an Improvisationen und zeigten, dass sie gelernt hatten, als Gruppe zu funktionieren, dem Einzelnen Platz zu geben und sich präzis zu verständigen.

Dieser gelungene Anlass gewährte den Eltern und Besuchern einen Einblick in einen „fast normalen“ Schultag. Die Lehrpersonen liessen gekonnt die Vielfältigkeit des Unterrichts erahnen, und die Besucher bekamen einen Eindruck davon, welche besonderen Anforderungen das Arbeiten mit hochbegabten Kindern stellt. Eltern und Interessierte nutzten die Gelegenheit zum regen Gedankenaustausch mit den Lehrpersonen und den Vorstandsmitgliedern der Talentia und verliessen die Schule mit vielen neuen, ungewohnten Eindrücken.

(zio.ch / Edith Hotz Hengartner)


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