| Di, 31.08.2010 |
Kanton und Stadt Zug laden zur Klimawoche
Beim Klimaschutz ist nicht nur die Politik gefordert. Auch wir alle können und müssen unseren Beitrag zur Trendumkehr leisten.
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Kanton Zug |
Was hat der Klimawandel mit unserem Alltag zu tun? Sehr viel. Denn seine Folgen erreichen uns immer häufiger und immer direkter, so zum Beispiel in Form von Temperaturanstieg, extremen Wetterereignissen oder vermehrten Hochwassern. Es sind jedoch nicht nur die Folgen des Klimawandels, die uns unmittelbar betreffen. Auch der Klimaschutz beginnt im Alltag. Leider wird dies von der politischen Debatte um Globalisierung, Grenzwerte und Gletscherschwund oft in den Hintergrund gedrängt. Dass jedoch gerade die persönlichen Handlungsmöglichkeiten sehr gross sind, um einen Beitrag zur Trendumkehr zu leisten, das zeigen Kanton und Stadt Zug ab kommendem Donnerstag im Rahmen einer Klimawoche. Dazu Baudirektor Heinz Tännler: "Wie heisst es doch so schön: Denke global, handle in deinem lokalen Umfeld. Genau das ist der Ansatz unserer Veranstaltung. Denn der Kanton und die Stadt Zug sind als politische Klima-Akteure nahe an der Bevölkerung. Unsere Umwelt-Fachstellen wissen, was verantwortungsvolles Handeln in der Praxis heisst und wo der Hebel im Alltag effizient anzusetzen ist."
Filme als Einstieg
Die Klimawoche, die auf eine gemeinsame Initiative der kantonalen Baudirektion und des Departementes Soziales, Umwelt, Sicherheit der Stadt Zug zurückgeht, gliedert sich in zwei komplementäre Veranstaltungen. Stadtrat Andreas Bossard erklärt: "Zum einen präsentieren wir im Kino Gotthard eine Reihe mit sieben Filmen, die verschiedene Aspekte des Klimawandels beleuchten. Sie zeigen uns die Schönheit der Erde als Lebensraum, deren Verletzlichkeit sowie konkrete Gefahren. Andere Filme wiederum illustrieren die Folgen des Klimawandels und mögliche Lösungsansätze." Das Kinoangebot ist also gewissermassen der Einstieg ins Thema, teils dokumentarisch genau, teils kunstvollphantastisch. "Jedenfalls immer unterhaltsam und für alle Altersgruppen verständlich", so Bossard. Die rund anderthalbstündigen Filme laufen von Donnerstag, 2. bis Mittwoch, 8. September 2010 im Kino Gotthard in Zug. Über die Spielzeiten informieren das Kinoprogramm, die Website www.klimawoche.ch und ein Spezialflyer (Beilage). Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch beschränkt.
Ausstellung mit Verhaltenstipps
Der zweite Veranstaltungsort ist der Bundesplatz in Zug. Dort steht von Freitag, 3. bis Samstag, 11. September 2010 ein grosses Zelt mit der Ausstellung "Mein Schweinehund und das Klima". Sie ist der eigentliche Kern der Klimawoche und vermittelt auf einem Rundgang zehn konkrete Tipps, wie jede und jeder von uns im Alltag einen Umwelt-Beitrag leisten kann. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es dabei nicht humorlos und mit dem Zeigefinger zu und her. Nein, die Comic-Schau setzt vielmehr bei der allseits bekannten Schwäche an, dass der Mensch nur schwer von vertrauten Handlungsmustern abzubringen ist. Tröstlich deshalb, dass uns Ruedi, der innere Schweinehund in Person, auf der Ausstellung begleitet und uns mit seinen Widerständen und Ausreden nicht alleine lässt. Wenn er am Ende des Rundgangs zur Einsicht gelangt, dass es für umwelt- und klimagerechtes Handeln eigentlich gar nicht viel braucht, dann wird dies wohl auch die Besucherinnen und Besucher überzeugen. Wer Fragen zu den Verhaltenstipps oder zum Thema im Allgemeinen hat, kann sich in der Ausstellung an eine der anwesenden Fachpersonen wenden. Sie stehen mit Rat und Tat gerne zur Verfügung.
Der Eintritt ins Ausstellungszelt ist - wie der Kinoeintritt - ebenfalls gratis. "Wir wollen mit der Klimawoche möglichst breite Kreise erreichen, denn das Thema geht uns alle an", betont Baudirektor Heinz Tännler. Und Stadtrat Andreas Bossard fügt an: "Besonders wichtig ist es uns, auch die Jugendlichen anzusprechen, die ja das Klima von morgen machen werden. Deshalb haben wir bewusst Film- und Ausstellungsmaterial ausgewählt, das mit wenig Text operiert und die Botschaften visuell überzeugend und leicht verständlich vermittelt."
Information mit Methode
Mit der Klimawoche nehmen sowohl der Kanton als auch die Stadt Zug ihren Informations- und Präventionsauftrag wahr, den sie teils von gesetzeswegen, teils durch Selbstverpflichtung zu erfüllen haben. "Der Regierungsrat hat es sich in seinem Energieleitbild und in der Strategie 2010-18 zum Ziel gesetzt, mit Fördermassnahmen, aber auch mit Information und Beratung zur Trendumkehr beim Klimawandel beizutragen", so Heinz Tännler. Ähnliches gilt für die Stadt Zug, wie Andreas Bossard ergänzt: "Auch in unserer Energiestrategie 2050 und in den Legislaturzielen nennt der Stadtrat explizit das Ziel, mit geeigneten Massnahmen eine Entwicklung anstossen zu wollen, die in Richtung der 2000 Watt-Gesellschaft gehen soll."
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