| Mo, 17.01.2011 |
Hunde und Bäume sind registriert, nicht aber die Waffen
Die Schweiz hat in Europa am meisten Schusswaffen pro 100`000 Einwohner. Gleichzeitig hat sie eine der höchsten Selbstmordraten. Viele bringen sich mit Schusswaffen um.
Die Armeewaffen machen dabei etwa 50 % aus (Studie M. Kilias, C. Dilitz, M. Bergerioux; Uni Lausanne 2006). Der Schusswaffen-Suizid unterscheidet sich von andern Methoden dadurch, dass er sehr effizient ist, dass somit praktisch auch keine Chance auf eine Rettung besteht. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene entschliessen sich häufig spontan zu einer solchen Tat. Zuhause gelagerte Schusswaffen ermöglichen es, den Entschluss rasch umzusetzen. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass ein restriktiver Zugang zu den Schusswaffen die Suizidrate bedeutend reduziert. Nebst den Selbstmorden werden die Schusswaffen auch bei Amokläufen eingesetzt, denen oft ganze Familien zum Opfer fallen.
Es ist sinnvoll, dass die Armeewaffen künftig im Zeughaus eingelagert werden, besteht doch seit Jahrzehnten keine militärische Bedrohungslage mehr, welche die Lagerung zuhause rechtfertigt. Merkwürdig ist auch, dass in einem Land wie der Schweiz jeder Hund, jede Kuh, jeder Baum jedes Bienenvolk behördlich registriert sind, ein zentrales Schusswaffen-Register existiert bis dato nicht. Die Volksinitiative <Schutz vor Waffengewalt> schafft hier Abhilfe, ohne dass dabei die Sportschützen und Jäger einen Nachteil haben.
(zio.ch / Kurusamy Kuruparan)
Es ist sinnvoll, dass die Armeewaffen künftig im Zeughaus eingelagert werden, besteht doch seit Jahrzehnten keine militärische Bedrohungslage mehr, welche die Lagerung zuhause rechtfertigt. Merkwürdig ist auch, dass in einem Land wie der Schweiz jeder Hund, jede Kuh, jeder Baum jedes Bienenvolk behördlich registriert sind, ein zentrales Schusswaffen-Register existiert bis dato nicht. Die Volksinitiative <Schutz vor Waffengewalt> schafft hier Abhilfe, ohne dass dabei die Sportschützen und Jäger einen Nachteil haben.
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