Stadt Zug - Montag, 21.05.2012


Mo, 18.05.2009

Gleiche Rechte für Gleichgeschlechtliche

Die Amnesty Gruppe Zug hat zusammen mit Queeramnesty Schweiz auf dem Zuger Landsgemeindeplatz mit einer Standaktion auf den Internationalen Tag gegen Homophobie aufmerksam gemacht.

Internationale Tag gegen Homophobie
(Foto: zvg)

Initiiert wurde diese Aktion vom Zuger Amnesty-Mitglied Rupan Sivaganesan. Sivaganesan hat als Kantonsrat kürzlich auch einen Vorstoss eingereicht, in dem er die Suizidgefährdung von homo- und bisexuellen Jugendlichen infolge von Diskriminierung anspricht. Der Internationale Tag gegen Homophobie geht auf einen wichtigen Beschluss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück: Diese strich nämlich am 17. Mai 1990 die Homosexualität endgültig aus der Liste psychischer Krankheiten. Das Europäische Parlament hat im Jahr 2006 die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung auf das Schärfste verurteilt. Und auch die schweizerische Bundesverfassung hält in Artikel 8 fest, dass niemand wegen seiner oder ihrer "Lebensform" diskriminiert werden darf. Damit ist insbesondere auch die homosexuelle Lebensform gemeint.

Trotzdem findet Diskriminierung von homosexuellen Menschen und Paaren statt. Und nach wie vor wird die homosexuelle Lebensweise oft lächerlich gemacht. Darunter leiden gerade auch Jugendliche, die auf dem Weg zu ihrer sexuellen Identität sind. Bei homosexuellen und bisexuellen Jugendlichen ist das Suizidrisiko gegenüber heterosexuellen Jugendlichen bis zum Sechsfachen erhöht. Dies zeigen internationale Studien und eine solche für die Schweiz. Letztere wurde im Auftrag der schweizerischen Schwulenorganisation Pink Cross durchgeführt. Auch im mehrheitlich liberalen Klima des Kantons Zug ist Homosexualität als Lebensform keineswegs enttabuisiert.

Die Standaktion vom 17. Mai, mit der Zuger Passantinnen und Passanten angesprochen wurden, war zu bisherigen Aktivitäten und Kampagnen von lesbischen und schwulen Akteuren in Zug eine weitere Massnahme, um zu sensibilisieren und für volle Akzeptanz zu werben. Dies passt auch zum im nahen Zürich derzeit noch laufenden "Europride 09"-Festival, das von etlichen Zugerinnen und Zugern ebenfalls besucht werden dürfte. Die Initianten möchten weitere Aktionen gerne zusammen mit im Raum Zug tätigen lesbisch-schwulen Netzwerke durchführen.

(zio.ch / Rupan Sivaganesan)


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