| Mi, 28.02.2007 |
Gescheiterte Bank-Linth-Übernahme - Landrat verzichtet auf PUK
Nach der versuchten Übernahme der Bank Linth durch die Glarner Kantonalbank wird keine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) eingesetzt. Der Glarner Landrat lehnte einen entsprechenden SVP-Antrag ab.
Der SVP-Fraktionspräsident erklärte, im Fall der gescheiterten Übernahme seien noch viele Fragen offen, obwohl Regierung und Bankpräsident dazu Stellung genommen hätten. Die PUK solle keine Hexenjagd veranstalten, sondern nur Klarheit und Transparenz schaffen.
Mathias Jenny, Präsident der Glarner Kantonalbank, bezeichnete das Übernahmeangebot als Fehltritt. Es habe sich zu jenem Zeitpunkt aber um eine einmalige Gelegenheit gehandelt.
Landammann Röbi Marti sagte, der Regierungsrat überlasse den PUK-Entscheid dem Parlament. Die Regierung hatte den Bankrat nach dem Übernahmeversuch scharf kitisiert. Die geplante unfreundliche Übernahme schade dem Image des Kantons, hiess es in Interpellations-Antworten. Man hätte ihr auch nie zugestimmt.
CVP, SP, Grüne und FDP hielten nichts von einer PUK. Sie lehnten den Antrag mit 46 zu 23 Stimmen ab.
Die Glarner Kantonalbank hatte im November 2006 ein unfreundliches Übernahmeangebot für die Bank Linth gestartet. Später stieg auch die Liechtensteinische Landesbank (LLB) in den Kampf ein. Diese setzte sich Anfang Februar schliesslich durch, nachdem die Bank-Linth-Führung ein Zusammengehen mit der LLB empfohlen hatte.
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