Baar - Dienstag, 07.02.2012


Mo, 22.06.2009

Die Starkstromleitung über Inwil muss verlegt werden

Die Gemeinde Baar will in Inwil an der unteren Rainstrasse eine Parzelle für den preisgünstigen Wohnungsbau erwerben.

Alternative Fraktion
(Foto: zvg)

Das Grundstück gleich neben der Zuwebe eignet sich für preisgünstige Wohnungen – mit einem Vorbehalt: Die grosse Hochspannungsleitung Samstagern-Mettlen überquert das Grundstück. Die Alternative unterstützt den Kauf; sie wird aber an der Gemeindeversammlung folgenden Zusatzantrag stellen: Der Gemeinderat darf eine Baubewilligung erst dann erteilen, wenn ein Vertrag mit dem Leitungseigentümer über die Verlegung der Leitung inklusive Terminplan abgeschlossen ist.

Was spricht für den Antrag: Die Hochspannungsleitung schränkt die Bebauungsmöglichkeiten auf der zu kaufenden Parzelle ein. Von einer Verlegung der Leitung würden weiter auch die Bewohner der angrenzenden Grundstücke, über die die Leitung jetzt führt, profitieren. Die Gemeinde und der Kanton haben zudem gezeigt und bewiesen, dass mit Hartnäckigkeit, Verhandlungsgeschick und einem finanziellen Beitrag eine solche Verlegung erreicht werden kann; was im Bereich Blickenstorf/Aberen möglich war, muss auch in Inwil möglich werden. Die finanzielle Situation der Gemeinde erlaubt durchaus eine allfällige Beteiligung an den Kosten der Verlegung. Und zuletzt setzt die Gemeinde Baar ein klares Zeichen, dass ihr die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt.

Den weiteren Geschäften stimmt die Alternative Baar zu. Sie unterstützt insbesondere den vorgesehenen Beitrag an den Verein Kindertagesstätte Kita. Die Nachfrage ist da, die familienergänzende Kinderbetreuung ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.

Die Alternative Baar nimmt Kenntnis von der Antwort zur Interpellation Asylsuchende. Sie unterstützt den Kanton und die Gemeindebehörden in ihrer Suche nach geeignetem Wohnraum für Asylbewerber. Es fehlt an preisgünstigen Wohnungen im ganzen Kanton; viele ältere Häuser wurden in den letzten Jahren abgerissen. Das spüren als erste und ganz besonders Asylbewerber. Die Solidarität unter den einzelnen Zuger Gemeinden ist darum zentral; es darf nicht sein, dass sich einzelne Gemeinden aus der Verantwortung stehlen und gar keine Asylbewerber aufnehmen.
(zio.ch / Anna Lustenberger)


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