| Sa, 13.01.2007 |
Cuche zum vierten Mal Zweiter - Miller überragend
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Bode Miller --EQ |
Didier Cuche ist in der Lauberhorn-Abfahrt zum vierten Mal in diesem Winter Zweiter geworden. Im Gegensatz zu Beaver Creek, Val Gardena und Bormio, wo er den Sieg nur ganz knapp verpasst hatte, war auch er diesmal gegen den überragenden Bode Miller ohne Chance.
Zuvor war er um fünfzehn, zwei und einen Hundertstel am Sieg vorbei geschrammt, doch diesmal muss sich Cuche keine Gedanken machen, wo er Platz 1 vergeben haben könnte. Miller war an diesem Tag schlichtweg zu gut. Der hoch überlegene Amerikaner lag nach seinem Geniestreich im Ziel, das er stürzend erreichte, 65 Hundertstel vor dem Neuenburger. Er habe dieses legendäre Rennen um jeden Preis einmal gewinnen wollen, sagte Miller nach seinem vierten Saisontriumph und seinem 25. Weltcup-Sieg insgesamt. Zuvor hatte er in diesem Winter schon die Abfahrt in Beaver Creek sowie die Super-G in Val Gardena und Hinterstoder für sich entschieden.
Cuche, der am Lauberhorn den 8. Rang von 2000 als Bestergebnis ausgewiesen hatte, baute mit seiner neuerlich grandiosen Vorstellung die Führung im Disziplinen-Weltcup weiter aus. Er hat nun 410 Punkte auf dem Konto und liegt 117 Zähler vor Marco Büchel. Der Liechtensteiner, der als Fünfter in Wengen sein persönliches Ziel ("Ich will am Lauberhorn siegen") nicht realisieren konnte, stiess auf Kosten von Michael Walchhofer auf Platz 2 vor. Der Doppelsieger von Bormio verpatzte schon den Start und schied danach aus.
Nur neun Hundertstel fehlten, und neben Cuche wäre ein zweiter Schweizer auf dem Podium gestanden. Ambrosi Hoffmann blieb wie schon vor vier Jahren nur der undankbare 4. Platz. Gleichwohl darf der Davoser seine Leistung als klaren Aufwärtstrend deuten, zumal er in den bisherigen Rennen nie in die Top Ten gefahren war. Ein Sturz Mitte Dezember im Super-G in Val Gardena hatte das Comeback nach dem im März erlittenen Kreuzbandriss zusätzlich erschwert.
Als Drittplatzierter unterstrich Peter Fill ein weiteres Mal seine Fortschritte. Zuvor war der Südtiroler aus Kastelruth im laufenden Winter in Bormio Zweiter und in Lake Louise Dritter geworden. Fill war auch der Einzige, der in die Phalanx der von Head ausgerüsteten Fahrer einzugreifen vermochte. Auf Head fahren neben Miller und Cuche auch Hoffmann und Büchel.
Walchhofers Missgeschick am Start war Sinnbild für das Abschneiden der Österreicher. Als Bester des geschlagenen ÖSV-Teams belegte der Steirer Klaus Kröll Platz 6.
Lauberhorn-Abfahrt: 1. Bode Miller (USA) 2:28,89. 2. Didier Cuche (Sz) 0,65 zurück. 3. Peter Fill (It) 1,47. 4. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,56. 5. Marco Büchel (Lie) 1,61. 6. Klaus Kröll (Ö) 1,70. 7. Christoph Gruber (Ö) 1,73. 8. Aksel Lund Svindal (No) 1,86. 9. Hermann Maier (Ö) 2,06. 10. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) 2,12. 11. Steven Nyman (USA) 2,25. 12. Benjamin Raich (Ö) 2,50. 13. Fritz Strobl (Ö) 2,55. 14. Bruno Kernen (Sz) 2,72. 15. Andrej Jerman (Sln) 2,75. Ferner: 17. Beni Hofer (Sz) 2,77. 25. Silvan Zurbriggen (Sz) 3,64. 35. Michael Bonetti (Sz) 5,20. 43. Tobias Grünenfelder (Sz) 6,11. 46. Cornel Züger (Sz) 6,31. 53. Didier Défago (Sz) 8,47. -- Ausgeschieden u.a.: Michael Walchhofer (Ö), Mario Scheiber (Ö).
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