Kanton Zug - Freitag, 18.05.2012


Do, 12.02.2009

Breit abgestütztes Pro-Komitee gegründet

Voraussichtlich im Herbst 2009 werden die Zuger Stimmberechtigten über ein für den Kanton bedeutsames Strassenbauvorhaben abstimmen.

Die Tangente Zug/Baar verbindet die Berggemeinden direkt mit der Autobahn, entlastet gleichzeitig die Ortszentren Zug und Baar und erschliesst die für die ganze Region bedeutsamen Arbeitsplätze zwischen Zug und Baar. Zur Unterstützung des Vorhabens ist dieser Tage unter dem Präsidium von Andrea Hodel, alt Kantonsrätin, das Komitee "Pro Tangente Zug/Baar" gegründet worden. Im Co-Präsidium haben mit Andreas Huwyler (CVP), Andreas Kleeb (FDP) und Stephan Schleiss (SVP) die Präsidenten aller bürgerlichen Kantonalparteien sowie Hajo Leutenegger, Präsident der Zuger Wirtschaftskammer, Silvan Hotz, Präsident des Gewerbeverbandes des Kantons Zug, Urs Jakober, Präsident der TCS-Sektion Zug, und Viktor Naumann, ACS Zug, Einsitz genommen. Als Mitglieder sind dem Komitee bereits über 60 Persönlichkeiten aus dem ganzen Kanton beigetreten.

Im Einzelnen geht es um die Verlängerung des heutigen Autobahnzubringers Baar-Zug um 2.3 Kilometer über die Zugerstrasse hinaus Richtung Ägeristrasse in das Gebiet Margeli zwischen Baar und dem Restaurant Bauernhof sowie die Anpassung der bestehenden Südstrasse. Die neue Verbindung hat vier Funktionen: Sie verbindet zum Ersten die Berggemeinden mit der Autobahn und den Arbeitsplätzen in der Ebene Zug/Baar. Sie erschliesst zum Zweiten die wichtigen und wachsenden Arbeitsplatzgebiete Baarermatt, Göbli, Neufeld und die Gewerbezone Neuhof, die untereinander vernetzt und direkt an die Autobahn angebunden werden. Sie entlastet zum Dritten die Zentren von Zug und Baar sowie deren Wohngebiete am Ausläufer des Zugerbergs. Zum Vierten ist die Tangente Zug/Baar ein wesentlicher Bestandteil der kantonalen Gesamtverkehrspolitik mit den bereits beschlossenen Teilen Umfahrung Cham-Hünenberg und Nordzufahrt Zug sowie dem geplanten Zuger Stadttunnel.

Die Tangente Zug/Baar übernimmt zudem Funktionen, welche der in den letzten Jahren richtigerweise forcierte öffentliche Verkehr auf den bestehenden Trassen nicht übernehmen kann. In diesem Rahmen ist auch der mit dem Bau verbundene Investitionsrahmen von rund 200 Mio. zu sehen, wobei ein beträchtlicher Teil auf Aufwendungen für Landschafts- und Siedlungsschutz entfällt.

Das Komitee "Pro Tangente Zug/Baar" ist der klaren Meinung, dass dieses Vorhaben die Unterstützung des ganzen Kantons verdient, und wird alles daran setzen, dass es nicht wie in vergangenen Jahrzehnten bei unzähligen Planungen ohne Realisation bleibt.
(zio.ch / Ulrich Bollmann)


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