Stadt Zug - Freitag, 18.05.2012


Do, 23.11.2006

Ausschreitungen im Rahmen einer unerlaubten Demonstration

Im Rahmen einer unerlaubten Demonstration in der Stadt Zug kam es zu Ausschreitungen. Die Zuger Polizei schritt ein.

Zuger Polizei ging gegen Demonstranten vor
(Foto: zvg)

Am Mittwoch, den 22. November 2006 bemerkte die Zuger Polizei gegen 22.30 Uhr eine Gruppe von Demonstranten, welche Farbbeutel und -Flaschen gegen die Fassaden von Verwaltungsgebäuden (unter anderem auch gegen das Polizeigebäude) warf. Dabei wurden auch Feuerwerkskörper gegen die Strafanstalt abgefeuert. Ebenso wurde ein Plakat mit der Aufschrift "Kein Mensch ist illegal" an der Fassade eines Verwaltungsgebäudes gegenüber der Strafanstalt angebracht.

Beim Eingreifen der Polizei floh die ca. 30-köpfige Gruppe über das Gelände der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) in Richtung Gubelstrasse und dann weiter in Richtung Bahnhof. Dabei wurde der Rückspiegel eines fabrikneuen Polizeifahrzeuges, welches sich auf dem Areal der ZVB befand, beschädigt. In der Umgebung des Bahnhofs sowie an weiteren Orten in der Stadt Zug konnten 15 mutmassliche Täter durch die Polizei angehalten werden. Sie wurden noch in der Tatnacht polizeilich einvernommen und konnten mittlerweile alle wieder entlassen werden.

Bei den angehaltenen Personen handelte es sich um zehn Männer und fünf Frauen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren. 14 davon sind Schweizer. Eine Person stammt aus dem ehemaligen Serbien-Montenegro.

Im Rahmen einer Festnahme beim Zuger Bahnhof wurde ein unbeteiligter Bürger aufgrund eines Missverständnisses durch einen Polizisten in zivil leicht verletzt. Die Drittperson wollte helfend eingreifend und setzte sich gegen die Festnahme eines mutmasslichen Täters durch den zivil gekleideten Polizisten zur Wehr, indem sie versuchte den Polizisten an seinem Vorhaben zu hindern. Dabei wurde die Drittperson durch den Polizisten leicht verletzt und musste ambulant behandelt werden. Mittlerweile konnte sie aber bereits wieder nach Hause zurückkehren.

Insgesamt standen rund 35 Personen der Zuger Polizei sowie des Rettungsdienstes Zug (RDZ) im Einsatz. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere 10'000 Schweizer Franken.(zio.ch / Kurt Arnold)


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