| Fr, 03.09.2010 |
Mit «Quereinsteigern» gegen «Lehrermangel»?
Die Ausbildung von so genannten «Quereinsteigern» ist eine Möglichkeit, den bestehenden Lehrpersonenangel einzudämmen.
../images/media/File/Kanton/Logos/phz.gifno ImagesDie PHZ Zug bildet bereits seit ihrer Gründung Personen aus, die vorher einen anderen Beruf erlernt bzw. ein anderes Studium absolviert haben. Bei den Quereinsteigern ist der Männeranteil deutlich höher als bei den «Direkteinsteigern».
In den vergangenen Monaten wurde viel über den bestehenden Lehrpersonenmangel geschrieben. Gemäss der Schweizerischen Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (COHEP) ist dieser akut, allerdings regional unterschiedlich ausgeprägt. In den nächsten Jahren wird er sich wahrscheinlich noch verschärfen und nach heutigen Erkenntnissen längere Zeit andauern. Denn gegenwärtig wählen noch zu wenige junge Leute den Lehrberuf. Daher können die Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz den jetzigen und künftigen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern nicht abdecken.
So genannte «Quereinsteiger» sind eine Möglichkeit, die Nachwuchsprobleme bei der Lehrerbildung zu beheben. Für die PHZ Zug sind «Quereinsteiger» aber nicht erst seit dem sich ankündigenden Lehrpersonenmangel ein Thema. Bereits seit ihrer Gründung lassen sich an der Zuger Hochschule Personen ausbilden, die vorher einen anderen Beruf erlernt bzw. ein anderes Studium absolviert haben. Verfügen die «Quereinsteiger» über keine gymnasiale Matura, keinen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss, besuchen sie während eines Jahres einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs mit abschliessender Eintrittsprüfung.
Besitzen die Interessenten bereits einen Hochschulabschluss, können sie direkt in das reguläre Studium einsteigen und sich Vorqualifikationen für die angestrebten Lehrfächer anerkennen lassen. Dadurch sind eine Studienzeitverkürzung und/oder ein berufsbegleitendes Studium möglich.
Mehr Männer bei Quereinsteigern als über den direkten schulischen Zugang Letzte Woche haben 39 Personen den Vorbereitungskurs an der PHZ Zug in Angriff genommen. „Den Vorbereitungskurs besuchen Personen, die hoch motiviert sind, in den Lehrerberuf einzusteigen“, erklärt Carl Bossard, Leiter des Vorbereitungskurses an der PHZ Zug. Darunter hat es aktuell z.B. einen Bäcker-Konditor, aber auch ehemalige Bankmitarbeitende. „Bemerkenswert ist, dass der Männeranteil mit über 40% markant höher ist als bei den Direkteinsteigern“, zeigt sich Bossard erfreut. „Der Vorkurs leistet also einen wichtigen Beitrag, dass die Männer weiterhin im Lehrerberuf vertreten sind.“ Bossard ist überzeugt, dass von den Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungskurses die meisten dem Beruf treu bleiben werden.
Rekordanmeldezahl im Bachelor-Studium
Von den zahlreichen Anmeldungen von Quereinsteigenden profitiert auch der Bachelor- Studiengang. „Ein respektabler Anteil der Studienanfänger stammt jeweils aus dem Vorbereitungskurs“, sagt Erich Ettlin, Prorektor und Leiter Ausbildung der PHZ Zug. „Unsere Quereinsteigenden absolvieren ein vollwertiges Studium mit EDK-anerkanntem Studienabschluss. Obwohl für diese Studierenden die Ausbildung anspruchsvoll und aufwändig PHZ Zug · Kommunikation & Marketing / 2 ist, bin ich überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, Quereinsteigende für den Lehrberuf zu gewinnen.“
Am 13. September nehmen die neuen Studierenden an der PHZ Zug ihr Bachelor-Studium in Angriff: mit über 120 Studierenden so viele wie noch nie. Sieht es bezüglich Lehrerpersonenmangel demnach nicht so schlimm aus wie befürchtet? „In den nächsten Jahren gehen sehr viele Lehrpersonen der Deutschschweizer Kantone in Pension“, sagt Ettlin. „Trotz hohen Anmeldezahlen ist noch keine Entwarnung in Sicht.“(zio.ch / Prof, Erich Ettlin)
In den vergangenen Monaten wurde viel über den bestehenden Lehrpersonenmangel geschrieben. Gemäss der Schweizerischen Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen (COHEP) ist dieser akut, allerdings regional unterschiedlich ausgeprägt. In den nächsten Jahren wird er sich wahrscheinlich noch verschärfen und nach heutigen Erkenntnissen längere Zeit andauern. Denn gegenwärtig wählen noch zu wenige junge Leute den Lehrberuf. Daher können die Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz den jetzigen und künftigen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern nicht abdecken.
So genannte «Quereinsteiger» sind eine Möglichkeit, die Nachwuchsprobleme bei der Lehrerbildung zu beheben. Für die PHZ Zug sind «Quereinsteiger» aber nicht erst seit dem sich ankündigenden Lehrpersonenmangel ein Thema. Bereits seit ihrer Gründung lassen sich an der Zuger Hochschule Personen ausbilden, die vorher einen anderen Beruf erlernt bzw. ein anderes Studium absolviert haben. Verfügen die «Quereinsteiger» über keine gymnasiale Matura, keinen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss, besuchen sie während eines Jahres einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs mit abschliessender Eintrittsprüfung.
Besitzen die Interessenten bereits einen Hochschulabschluss, können sie direkt in das reguläre Studium einsteigen und sich Vorqualifikationen für die angestrebten Lehrfächer anerkennen lassen. Dadurch sind eine Studienzeitverkürzung und/oder ein berufsbegleitendes Studium möglich.
Mehr Männer bei Quereinsteigern als über den direkten schulischen Zugang Letzte Woche haben 39 Personen den Vorbereitungskurs an der PHZ Zug in Angriff genommen. „Den Vorbereitungskurs besuchen Personen, die hoch motiviert sind, in den Lehrerberuf einzusteigen“, erklärt Carl Bossard, Leiter des Vorbereitungskurses an der PHZ Zug. Darunter hat es aktuell z.B. einen Bäcker-Konditor, aber auch ehemalige Bankmitarbeitende. „Bemerkenswert ist, dass der Männeranteil mit über 40% markant höher ist als bei den Direkteinsteigern“, zeigt sich Bossard erfreut. „Der Vorkurs leistet also einen wichtigen Beitrag, dass die Männer weiterhin im Lehrerberuf vertreten sind.“ Bossard ist überzeugt, dass von den Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungskurses die meisten dem Beruf treu bleiben werden.
Rekordanmeldezahl im Bachelor-Studium
Von den zahlreichen Anmeldungen von Quereinsteigenden profitiert auch der Bachelor- Studiengang. „Ein respektabler Anteil der Studienanfänger stammt jeweils aus dem Vorbereitungskurs“, sagt Erich Ettlin, Prorektor und Leiter Ausbildung der PHZ Zug. „Unsere Quereinsteigenden absolvieren ein vollwertiges Studium mit EDK-anerkanntem Studienabschluss. Obwohl für diese Studierenden die Ausbildung anspruchsvoll und aufwändig PHZ Zug · Kommunikation & Marketing / 2 ist, bin ich überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, Quereinsteigende für den Lehrberuf zu gewinnen.“
Am 13. September nehmen die neuen Studierenden an der PHZ Zug ihr Bachelor-Studium in Angriff: mit über 120 Studierenden so viele wie noch nie. Sieht es bezüglich Lehrerpersonenmangel demnach nicht so schlimm aus wie befürchtet? „In den nächsten Jahren gehen sehr viele Lehrpersonen der Deutschschweizer Kantone in Pension“, sagt Ettlin. „Trotz hohen Anmeldezahlen ist noch keine Entwarnung in Sicht.“
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