- Freitag, 18.05.2012


Do, 10.08.2006

Schwerster Taifun seit 50 Jahren fegt über Chinas Küste hinweg

Chinesen bringen sich in Sicherheit Chinesen erwarten den Taifun Saomai
(Foto: Keystone)

Der schwere Taifun "Saomai" ist über die ostchinesische Küste hinweggefegt. Aus der Provinz Fujian wurden bisher 2 Tote und 12 Vermisste gemeldet. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt und 1,5 Millionen aus ihren Häusern vertrieben.

Nach ersten Berichten wurden allein im schwer betroffenen Kreis Cangnan in der Provinz Zhejiang mehr als 1000 Häuser zerstört sowie Strom- und Kommunikationsverbindungen unterbrochen.

Der Wirbelsturm hatte über Nacht plötzlich an Stärke gewonnen. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 216 Stundenkilometern traf "Saomai" am Nachmittag (Ortszeit) südlich von Schanghai auf Festland und zog mit heftigen Regenfällen über den Südosten Chinas hinweg.

Es sei der "stärkste Taifun in der Region seit 50 Jahren", sagte der kommunistische Parteichef der betroffenen Provinz Zhejiang, Xi Jinping.

Fernsehbilder zeigten, wie riesige Wellen die Küste trafen. In der Provinz Zhejiang wurden bedrohte Gebieten mit rund 999 000 Menschen evakuiert, in der Nachbarprovinz Fujian brachten sich 570 000 Bewohner in Sicherheit.

In Zhejiang und Fujian kehrten vor dem Eintreffen des Sturms mehr als 44 000 Schiffe in die Häfen zurück. Mehrere Schiffe kenterten indes auf See.

"Saomai" Er ist bereits der achte Taifun in China in diesem Jahr. Er folgt dem Taifun "Prapiroon", der am vergangenen Wochenende in Südostchina 80 Menschen in den Tod riss.

Unmittelbar hinter "Saomai" nähert sich bereits "Bopha" als neunter Tropensturm oder Taifun der chinesischen Küste. Sollte er sich "Saomai" weiter nähern, könnten sich die Stürme in ihrer Heftigkeit gegenseitig verstärken, warnten Meteorologen.

Bei Unwettern starben oder verschwanden in China in diesem Jahr bereits mehr als 2000 Menschen, wie das chinesische Rote Kreuz mitteilte.

Fünf Millionen Wohnhäuser und 32 Millionen Hektar Agrarland seien zerstört worden. Die Staatsagentur Xinhua sprach von einem "schrecklichen Jahr".

(zio.ch / rtd)


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